Über das res-blog

Letzte Lieferung?

6. März 2015
Heute haben wir eine Baustofflieferung bekommen: Dämmstoff, Klebemörtel und Lehmputz. Ausreichend für die letzten beiden Zimmer, die noch auf ihre Runderneuerung warten. Nicht dass wir fertig wären, wenn das gemacht ist. Da sind dann noch Flure und das Treppenhaus zu richten, die Kellerdecke wollen wir auch noch dämmen und die Türen bekommen neues Glas und frische Farbe … aber ein Ende ist abzusehen. Und dann haben wir eigentlich ein neues Haus! Mit supermoderner ökologischer und preisgekrönter(!) Heizungsanlage, neuer Elektroinstallation im ganzen Haus, ökologischer Dämmung, neuem Stuck, teilweise neuer Einrichtung (aber das steht auf einem ganz anderem Blatt).
Wenn alles fertig ist, kommt der Garten dran …

letzte LieferungBaustofftransport

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: links ist das Material, das der LKW kurz vor dem Gartentor abegsetzt hat (große LKWs können nicht in unseren Garten fahren); rechts bin ich beim Weitertransport per Hand & Fuß 40 x 100 Meter hin und zurück, teilweise noch 25 Stufen hoch, insgesamt rd. eine Tonne… Das spart enorme Kosten für das Fitnesstudio ;-)

Baby it’s cold outside!

28. Februar 2015
Der vergangene Winter war zwar am Anfang viel zu warm, aber ab Weihnachten bekamen wir viel Schnee und dann auch die entsprechenden Minustemperaturen.
“Griegat ihr’s warm?” (Schwäbisch, sinngemäß für: Wird Ihre Wohnung auch warm genug?) ist eine gern gestellte Frage von Menschen, die die Vorlauftemperatur unserer Heizung kennen (auch bei großer Kälte nicht über 38°C) und zudem wissen, die gesamte Wärme kommt vom Dach (PV-Kombimodule) und aus der Erde.
Antwort: “JA!”- und das mit der Wärmegewinnung vom Dach fasziniert uns zunehmend. Selbst von schneebedeckten Modulen, deren Temperatur um 5°C liegt, kann die Anlage Wärme gewinnen – besser als aus der Erde, wo um diese Zeit 10°C weniger zur Verfügung standen. Den Schnee haben wir nicht “abgetaut” da fast immer Wolken, Hoch- oder sonstiger Nebel herrschte und eine stabile, also länger andauernde Hochdrucklage (und damit Sonnenschein) nicht in Sicht war.
Aber als der Schnee abgerutscht war und auch nur ein wenig die Sonne hervorlugte, fiel unsere Anlage in unseren Lieblingsmodus: “Solar in Erde”, das heißt: Wärmeenergie von den res-PV++ Kombimodulen wird in die Erdanlage geleitet und sorgt so für geringeren Stromverbrauch der Wärmepumpe und natürlich wird gleichzeitig Strom produziert :-)
Die Stromproduktion war allerdings Wetter bedingt (s.o.) in diesem Winter eher unbedeutend …
Kleiner Nachtrag: Inzwischen sind alle alten Heizkörper abmontiert (vgl.  auch den Eintrag “Gutes Jahr!”).
Winter 2015

Gutes Jahr!

3. Januar 2015

Eigentlich ist man ja zu diesem Zeitpunkt des noch sehr jungen Jahres ein “Gutes neues Jahr” gewohnt und nicht einfach “Gutes Jahr!”. Ich wünsche natürlich allen ein gutes neues Jahr – aber so ist die Überschrift nicht gedacht, eher schon “Gutes altes Jahr!”, was sich komisch anhört, aber doch zutreffend beschreibt, was ich berichten möchte. Natürlich geht es um unsere res-solAutark-Heizungsanlage, genauer gesagt, um unsere Heizkosten.

Mit der Installation der res-solAutark-Anlage verfolg(t)en wir mehrere Ziele: emissionsfreies(!) Heizen, Wohlfühlwärme in unseren Zimmern, Wertsteigerung unseres über 100 Jahre alten Hauses und natürlich auch eine Reduzierung der laufenden Heizkosten. Obwohl wir (noch immer) nicht ganz fertig sind – ein alter, engergiefressender Heizkörper ist noch in Betrieb – haben wir alle Ziele erreicht: wir heizen tatsächlich ohne Emissionen (nur das Holz vom eigenen Grundstück, das wir im historischen Kachelofen verbrennen, pustet noch CO2 und Feinstaub durch den Kamin), durch die moderne Heizungsanlage und die völlig neu gestalteten, gedämmten Zimmer haben wir das Haus aufgewertet, die Steigerung unserer Wohnqualität ist eigentlich nicht beschreibbar – und unsere Heizkosten… tja, die lagen im vergangenen (guten) Jahr 2014 bei gerade ‘mal 660 €. Das sind 55 € für Heizung und warmes Wasser pro Monat – in einem dreigeschossigen Gründerzeithaus. Im Vergleich zu unseren früheren Heizkosten (mehrjähriger Durchschnittsverbrauch an Flüssiggas auf heutige Preise umgerechnet) ergaben sich Einsparungen von 75 % – die anvisierten 80 % Einsparung könnten wir nach Abschluss der Umbauarbeiten durchaus schaffen.
Ein paar Zahlen zum Vergleich: Für das Jahr 2013 fielen für eine 70 qm große Mietwohnung lt. bundesweitem Heizspiegel 910 € pro Jahr (Erdgasheizung) an Heizkosten an, bei einem Einfamilienhaus mit 200 qm Wohnfläche (Baujahr vor 1977) zahlte man durchschnittlich 2776 € (Erdgasheizung), bei einem KfW-Effizienzhaus 70 immerhin noch 833 €. Bedenkt man, dass unser Haus über eine größere Wohnfläche verfügt, verteilt auf drei Stockwerke, dann liegen wir da doch recht gut…

 

 

Info zum Blog

10. Juli 2014
Unsere Heizungsanlage res-solAutark ist in Betrieb und im Grunde genommen fertig installiert. Bis auf ein paar Kleinigkeiten:
in einigen Zimmern fehlt noch die Innendämmung und damit auch die Wand-/Deckenheizung res-KlimaPaneele. Für die alten Heizkörper, die in diesen Zimmern noch laufen, brauchen wir denn auch noch um die 50°C Vorlauftemperatur – anstatt nur 32°C-38°C für die Niedrigenergie-Flächenheizung. Logischerweise hat das auch noch (negative) Auswirkungen auf den Energieverbrauch – und die Anlage ist noch nicht endgültig konfiguriert.
Da wir ja bekanntermaßen viel selbst machen, dauert das alles seine Zeit – viel länger, als wir gedacht hatten. Zumal immer noch viel zusätzlicher Aufwand (neue Elektroinstallation – Wand einreißen …) und manche Überraschung dazukommt.
Ich werde hier auf der Seite res-solAutark Installation nur bloggen, wenn es interessante Entwicklungen auf der Wanderbaustelle gibt. Wie gedämmt wird, wie die res-KlimaPaneele installiert werden und wie die Gehrungen von Stuckleisten richtig gesägt werden ;-) habe ich bereits hinlänglich beschrieben.

Wichtiger ist jetzt eigentlich der Erfahrungsbericht auf der Seite res-solAutark in Betrieb.
Lesen Sie dort weiter! (siehe oben, oranger Querbalken)

Besuch von ESBE

8. Juli 2014
Direkt nach unserem Urlaub bekamen wir offiziellen Besuch von der ESBE GMBH: Marketing Manager Belinda Burgmeier und Techniker Daniel Pfaff interessierten sich für die preisgekrönte Energieanlage res-solAutark in unserem Haus. ESBE ist ein schwedisches Unternehmen, das u. a. Ventile und Stellmotoren für Heizungs- und Kühlsysteme herstellt. Und einige dieser ESBE-Produkte sind in unserem durchaus technisch ziemlich anspruchsvollen Heizungssystem im Einsatz. Bei einem angeregten Gespräch wurden Fragen nach unserer Erfahrung mit dem System, wie wir überhaupt darauf gekommen sind (siehe unter Kalkwerk-Projekt) erörtert. Für technische Fragen über den konkreten Einsatz der Mischer und Ventile in der Anlage war Michael Schirrle (Geschäftsführer res) zuständig. Er und Herr Paff mussten gelegentlich in ihren ambitionierten Diskussionen um technische Details und Finessen gebremst werden.
Ein Bericht über unsere Anlage soll für Mitarbeiter des Unternehmens im Intranet als Anwendungsbeispiel ihrer Produkte dienen.

Foto: Daniel Pfaff, Michael Schirrle, der (offene) Energiemanager mit Regelung, ich, Pufferspeicher und Wärmepumpe. Das Foto wurde von Belinda Burgmeier gemacht.

Improvisation – echt gelungen!

8. Juli 2014
Gerade rechtzeitig bevor wir uns in die wohlverdienten Ferien verabschiedet haben, sind wir noch mit dem Wintergarten bzw. unserem Esszimmer fertig geworden. So hätten unsere Haushüter schon beim Frühstück den schönen Blick aus dem Fenster genießen können – wenn sie nicht wegen dauerhaft schönen Wetters auf der Terrasse gespeist hätten.
Die “Notlösung” mit der Heizung an der Decke ist wirklich gelungen und präsentiert sich jetzt als moderner, heizender “Leuchtkörper” / leuchtende Deckenheizung. Für dieses Zimmer war ausnahmsweise keine Deckenheizung vorgesehen, da es das niedrigste im Haus ist (siehe letzter Eintrag). Aber durch das “Deckensegel” wirkt es nicht niedriger und mit der dimmbaren LED-Lichtleiste sieht das echt cool aus – als wäre es von Anfang an so geplant gewesen. Die res-KlimaPaneele sind wirklich flexibel und kreativ einsetzbar …

Improvisation ist alles!

29. April 2014
Längst sind wir wieder im ersten Stock zu Gange. Hier sind bisher Küche und Bad fertig, jetzt ist das Esszimmer, eine verglaste ehemalige Veranda, dran.
Da dieser Raum nicht so hoch ist, sollten alle res-KlimaPaneele an der Wand installiert und dann eingeputzt werden. Unter den Fenstern waren Brüstungsmodule vorgesehen, die so gerade eben darunter Platz hatten – wenn die Zuleitungen dahinter in der Wand verlegt würden. Leider stellte sich dann bei der Arbeit heraus, dass die Wand nicht stabil genug dafür ist – da musste schnell umdisponiert werden.
Herr Schirrle und ich entschieden uns ganz flott für ein “Deckensegel”. Vier große Klimapaneele in der Mitte der Decke installiert, so dass ringsum Decke frei bleibt und diese dadurch nicht niedrig wirkt. In dieses Segel wollte ich die Beleuchtung gleich integrieren. Unser Elektriker fand dafür eine 22 mm schmale und 2 m lange Leiste mit einem Band aus Leds sehr passend, wenn das technisch mit der Heizung zusammen machbar sei.
Wir sind alle sehr gespannt, wie das am Ende aussehen wird. Bisher sieht es so aus:
Links im Bild: vier res-KlimaPaneele mit einem Spalt für die Lampe, an der Wand schon angebrachte Putzmodule
Rechts im Bild: Das Deckensegel mit ausgefüllten Lücken und Rändern, der Schlitz für die Beleuchtung ist nur noch als Strich zu erkennen, wo die Leitung herunter baumelt.
Wir glauben, dass diese improvisierte “Heizdeckenleuchte” ziemlich cool aussehen wird.

Fertig!

24. April 2014
…aber leider nur das zweite Stockwerk. Dämmung fertig, in allen Zimmern und im Bad sind die Niedrigenergie-Flächenheizungen res-KlimaPaneele installiert, sämtliche elektrischen Leitungen sind neu verlegt, alles neu verputzt, teilweise neue Korkböden verlegt – nur im oberen Teil des Treppenhauses fehlt noch die eine oder andere Sockelleiste und hier und da frischer Lack auf Türen. Im Prinzip ist alles neu – und es ist sehr schön geworden. Ganz abgesehen von der neuen Wohnqualität: “verursacht” durch die Dämmung und vor allem durch das “Sonnenscheinprinzip” der Klimapaneele, die ja sachte mit reiner Wärmestrahlung von Decken und Wänden strahlen. Wir sind schon ziemlich stolz auf unser Werk – außer Elektro- und Heizungsinstallation haben wir alles selbst gemacht. Inklusive Gipsstuckleisten (Achtung: Gehrung!) an der Decke.

Wärmeenergie vom Dach für Haus und Garten …

26. November 2013
Endlich, nach (gefühlten) Wochen nebeltrüben Novemberwetters – Sonnenschein! Und dann zeigt unsere preisgekrönte Anlage, was sie so ‘drauf hat: Bei einer Lufttemperatur von ca. – 2°C wärmten sich die Module im Nu auf.
Eine Momentaufnahme des Tages: Modultemperatur 15°C (das war nicht der Höchststand!), die Wärmepumpe läuft gerade und holt die Wärmeenergie für den Pufferspeicher vom Dach – von dem sie auch ihren Strombedarf deckt. Nachdem die gewünschte Temperatur erreicht war sprang die Steuerung auf unseren Lieblingsmodus um: Solar in Erde. Das bedeutet, die Erdwärmeanlage wird durch die Kombimodule res-PV++ wieder etwas “aufgewärmt”. Denn merke: wenn die Wärmepumpe eine nur um 1°C höhere Eingangstemperatur bekommt, arbeitet sie 3-4% effizienter.

Ausgezeichnet!

05. September 2013
Seit 30. August 2013 leben wir jetzt in einem preisgekrönten Haus (Projekt).
Das kommt so: res hat sich mit unserem Haus bzw. der von res darin installierten Heizungsanlage res-solAutark um den “Westmittelfränkischen Energiepreis” beworben. Dieser wird vom “Netzwerk Erneuerbare Energien Westmittelfranken” alle zwei Jahre verliehen – an innovative Projekte und Pioniere im Bereich erneuerbare Energien. In der Kategorie der Entwickler und Konstrukteure bekam res den diesjährigen Preis zugesprochen. Begründung für diese Entscheidung war erstens die intelligente Idee, durch res-PV++ Kombimodule mit einer Fläche zugleich Strom und Wärme zu gewinnen, zweitens die flexiblen Einsatzmöglichkeiten der Module – wie das Beispiel unseres Hauses zeigt, ist damit ein Niedrigenergiestatus auch für alte Häuser erreichbar und dies unter so schwierigen Umständen wie bei uns. Drittens: die Technik ist bereits vielfach im Einsatz und hat sich bewährt.

Josef Göppel, MdB, Sprecher und Mitbegründer des Netzwerkes – es ist ein Bündnis aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, Politik und Gewerbe – freute sich über viele Bewerber, mehr als je zuvor, sowie über die Qualität der eingereichten Projekte. Da freut es uns als Hausbesitzer und res natürlich sehr, dass unter sieben hochkarätigen Bewerbungen in dieser Kategorie res mit dem Kombimodul und der res-solAutark das Rennen gemacht hat.

Foto links: der Preis, rechts die Preisübergabe durch Herrn Göppel, unten das Logo des Netzwerkes