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res-solAutark

Verspätetes Osterfeuer?!

14. Mai 2012
Ich weiß nicht, ob ich das schon einmal erwähnt habe: wir gewinnen Erdwärme mit unseren Erdkollektoren oberflächennah. Wärme kommt einerseits ständig aus tieferen Erdschichten in Richtung Oberfläche; andererseits wird Wärmeenergie auch von oben eingetragen: durch Regen und vor allem von der Sonne, wenn sie denn auf die Erde trifft – was bei uns auf dem Härstfeld, zudem noch in unserer Tallage, nicht immer so der Fall ist…
Es ist verblüffend, wie schnell Bäume und Sträucher wachsen und immer mehr und höher werden, vor allem, wenn man am Waldrand wohnt. Also haben wir im März und April mit Axt und Kettensäge “zugeschlagen” und ausgelichtet. Dünnere Äste wurden verbrannt (das ist klimaneutral), das Feuer war natürlich ordnungsgemäß bei Gemeinde und Feuerwehr angemeldet. Ob wir damit den Bodenklima-Tauschern ordentlich eingeheizt haben ließ sich nicht feststellen. ;-)

Foto: Ein riesiger Haufen Baumschnitt – und wenn man jetzt, nachdem die Bäume schon zartes Maigrün tragen, durch den Garten geht, merkt man nicht, dass überhaupt etwas fehlt!

Die Zeit die rast im Sauseschritt…

24. April 2012
Langsam ist die Küche fertig – viel später als gehofft. Aber zwischenzeitlich war Arbeit im Garten angesagt – Bäume und Sträucher auslichten und zurückschneiden… Außerdem, wie schon mehrfach erwähnt, haben wir uns mit der Umwandlung unseres Gründerzeithauses von 1908 in ein modernes “fast-null-Energie-Haus”, einen schönen Brocken Arbeit vorgenommen – zumal wir vieles selbst machen. Man unterschätzt doch, was an zusätzlichen Arbeiten immer noch dazukommt: hinter dem alten Heizkörper waren noch alte Fliesen, die entfernt werden mussten – was das Verputzen der Wand nach sich zog. Alte Tapeten werden abgelöst – und erwartungsgemäß fallen Teile vom Putz gleich mit ab – er muss auch erneuert werden. Natürlich bekommt alles einen neuen Anstrich. Und vorher werden noch Stuckleisten angebracht. Das wäre – zugegeben – nicht nötig, sieht aber auch in der Küche sehr schön aus. (Diesmal haben wir das mit der Gehrung übrigens gleich hinkriegt ;-) )
Ungemein lästig ist auch der Staub, der sich überall niederschlägt und die ständige Putzerei, das Hin-und-Her-Geräume und Suchen von Einrichtungsgegenständen, Kochtöpfen oder Nudeln…
Nun ja – bei allen Schwierigkeiten, inklusive der Koordinierung der diversen Handwerker (von Wasser- und Strominstallationen lassen wir die Finger) und res-Monteuren – freuen wir uns sehr über die angenehme neue Flächenheizung und darüber, dass wir weitestgehend mit Erde und Sonne heizen könnnen – zumal bei den aktuellen Öl- und Gaspreisen!
Foto: Fertig gestrichen, jetzt wird vorsichtig das Chaos beseitigt und die Schutzfolie entfernt. Die neugierige Katze Mia hat sich hereingeschlichen und inspiziert die Regale (hoffentlich lässt sie das wieder bleiben, wenn die Küche fertig und in Betrieb ist!)

Durch das Auge der Wärmebildkamera…

19. März 2012
Kurz vor Frühlingsbeginn (auch auf dem Härtsfeld sind die Temperaturen angemessen mild) noch einmal ein Blick auf unser Haus bei Außentemperaturen von – 16°C – am helllichten Tag! – und zwar ein Blick mit der Wärmebildkamera.
Im linken Bild ist die Vorderfront (Süd-Ost) und die Eingangsseite (Nord-West) zu sehen. Erster und zweiter Stock sind noch nicht gedämmt, das Erdgeschoss schon – und das ist deutlich zu erkennen: selbst die “Problemzonen” des Hauses, die steinernen Fensterumrandungen, die fast die ganze Mauerstärke einnehmen, strahlen Dank der Dämmung  wesentlich weniger Wärme ab als bei den oberen Fenstern. Die Farbe der Wände spricht für sich. Was wir schon lange gefühlt haben, ist nun von der Kamera bestätigt: die Dämmung lohnt sich, auch wenn es “nur” von innen geht.
Rechts die Rückwand mit Außendämmung und vier Messpunkten: (von links nach rechts) – 0,2° C; -2,2° C (Treppenhaus – ungeheizt! und noch ungedämmt); -5,1°C und -5,8°C (fertige Rückwand).

Indirekte Fußbodenheizung

28. Februar 2012
Seit einigen Tagen ist unser Badezimmer fertig (fast = es fehlt hier und da noch eine Silikonfuge…) und wir freuen uns sehr darüber. Zum einen, weil die neue Duschecke gelungen ist – man sieht ihr nicht an, dass sie eine “Reparatur” ist. Zum anderen ist es einfach nur schön, nicht mehr durchs eiskalte Treppenhaus in ein ebensolches Bad gehen zu müssen, sondern wenn um die Ecke ein schönes, warmes Badezimmer ist.
Wir haben ja nun schon einige Erfahrung mit Wärmestrahlung  von der Decke. Da man sich aber im Badezimmer in der Regel eher leicht bekleidet aufhält und auch barfuß, ist die Wirkung der Strahlungswärme wieder eine neue Erfahrung für uns. Weil Wärmestrahlung die Körper, auf die sie trifft, direkt erwärmt, fühlen sich jetzt auch unsere gute alte Badewanne aus Stahlemaille, die Fliesen und auch der Fußboden angenehm temperiert an. Eine indirekte Fußbodenheizung, sozusagen.
Auf den Fotos unten ist zu sehen: Alte Duschecke (im Bild links – darin lehnt ein KlimaPaneel: so sehen die auf der Rückseite aus) und an der Decke die Heizungsröhren für die anderen Räume des Stockwerkes mit der Unterkonstruktion für die res-KlimaPaneele. Mitte: das (fast) fertige Badezimmer: alle Rohre und Leitungen sind unter der Decke verschwunden. Das untere Foto ist von unserem Zimmermann/Energieberater, der innen und außen Aufnahmen mit der Wärmebildkamera gemacht hat (davon später mehr!). An der Decke sind die einzelnen Kupferröhren der KlimaPaneele zu erkennen und rechts an der Wand das Fachwerk, aus dem das Haus innen besteht.

Härtetest bestanden

10. Februar 2012
Väterchen Frosts sibirische Kälte hat uns seit 10 Tagen fest im Griff. Selbst für das als besonders kalt bekannte Härtsfeld waren diese Temperaturen rekordverdächtig: -25°C und dies gleich mehrere Nächte hintereinander! Auch tagsüber ist es klirrend kalt. Das Positive: die neue Heizungsanlage hat ihren ersten wirklichen Härtetest bravourös bestanden! Alles läuft klaglos und in den fertigen Zimmern (mit Wärmedämmung und Flächenheizung) ist es angenehm warm. Da wir aber bekanntlich nach und nach umbauen, werden die meisten Räume noch mit den alten Heizkörpern beheizt – und die brauchen viel höhere Temperaturen als die Flächenheizung.  Zwar ist die Temperatur unseres Pufferspeichers höher eingestellt als für die res-KlimaPaneele nötig wäre – aber das reicht bei diesen extremen Außentemperaturen für normale Konvektions-Heizkörper bei weitem nicht und ohne den rund um die Uhr brennenden Kachelofen wäre unser Wohnzimmer derzeit nicht zu gebrauchen…

Personalmangel

31. Januar 2011
Unser Haus war einstmals das Wohn- und Geschäftshaus eines Kalkwerkbesitzers (ihm gehörte noch viel mehr als “nur” ein Kalkwerk!) und ist über 100 Jahre alt. Immer wieder finden sich Relikte aus der “guten alten Zeit” - so auch beim Entfernen der Tapeten in der Küche (siehe auch unten): unter den Tapeten kam die Personalglocke  zum Vorschein. In einigen Zimmern gibt es dafür auch noch Schalter mit der Aufschrift “Klingel”, mit der man offenbar die “Minna” herbeirufen konnte – aus der Küche oder vom 2. Stock, wo die Kämmerchen für die Dienstmädchen waren. Das funktioniert natürlich alles nicht mehr – und heute würde man sowieso vollkommen vergeblich läuten…  Stellengesuche hierzu sind ebenfalls völlig vergeblich ;-)

Historische und weniger historische Funde

11. Januar 2011
Beim Abriss der Holzdecke in unserer Küche gab es – wie immer in einem alten Haus – interessante Entdeckungen: originale, über 100 Jahre alte elektrische Leitungen, im Bleirohr verlegt, da die Drähte mit Gewebe ummantelt waren… Außerdem “Deckenfresken”, durch die irgendwelche früheren Hausbewohner versuchten, mit hellblauem “Himmel”, weißen Wolken und ungelenken gelben Strichen, die Sonnenstrahlen darstellen sollten, ebendiese in die Küche zu holen – was wir jetzt (professionell!) direkt umsetzen: Mit den res-KlimaPaneelen, die auch in der Küche an die Decke kommen, wird (wie von der Sonne auch) Wärme per Strahlung (Infrarot) direkt auf den Körper übertragen: ein angenehmes Gefühl von Wärme stellt sich ein.

Die Küche im verpackten Zustand (Christo lässt grüßen). Später unter den Paneelen verborgen:  Heizungs-Zuleitungen für die restlichen Räume im Stockwerk sowie Kabel für die Thermostate, außerdem der Abluftkanal der Dunstabzugshaube.

 

Wer sucht, der findet

6. Januar 2012
Ein gutes neues Jahr!
Wir sind mit einem weiteren Umzug innerhalb des Hauses ins neue Jahr gestartet. Die Küche bekommt ihre Deckenheizung und ist deshalb ein paar Wochen außer Betrieb. Glücklicherweise besitzen wir eine “Ausweichküche”, die wir aber selbst nie wirklich benutzt haben – nur während Seminaren. Das ist spannend, denn dort befindet sich ein Herd mit jeder Menge technischer Finessen, von denen ich keine Ahnung habe. Er war seinerzeit ein Spitzenmodell – vor 30 Jahren (wir haben ihn vor 20 Jahren gebraucht erstanden). Nachdem die Küche in den vergangenen 15 Monaten als Abstellraum diente, musste sie zuerst ausgeräumt und dann gründlich geputzt und neu gewachst werden. Dann sortierten wir alles, von dem wir glauben, es in den nächsten Wochen zu brauchen, irgendwo ein. Der Rest vom Kühcheninventar (was sich da alles ansammelt …) steht jetzt in große Schachteln verpackt im Esszimmer, das aktuell eine der Abstellkammern ist.
Und jetzt wird wieder munter treppauf und treppab gesucht: “Wo sind denn jetzt die Spaghetti?” Aber Hauptsache man weiß, wo Kaffeemaschine und Kaffee stehen!

Hier strahlt die (provisorische) Küche in neuem Glanz. Das Radio musste samt Kochbüchern in den Flur ausweichen.

Der Zeit voraus

16. Dezember 2011
Nein, es geht hier nicht darum, unser Heizsystem res-solAutark ‘mal wieder als “der Zeit voraus” darzustellen – obwohl das natürlich schon so ist, wenn man ohne CO2-Emissionen heizt. Oder vielmehr ist es ja so, dass es eigentlich an der Zeit wäre, endlich überhaupt ‘mal damit zu beginnen, massiv CO2 einszusparen (nach dem Motto “Rettet das Klima – res-solAutark für alle!”) und das “Karbonzeitalter” hinter uns zu lassen. Also sind wir mit unserer res-solAutark eher “in der Zeit” als “der Zeit voraus” – während die anderen in der Vergangenheit hängen bleiben… Aber jetzt habe ich mich doch in Gedanken- und Wortspielereien verloren. Also nochmal von vorn: “Der Zeit voraus” – es soll hier um die Statistik gehen – ‘mal wieder…
Wenn man auf seinem Dach eine PV-Anlage installiert, dann wird vorher ausgerechnet, was diese Anlage wohl an Stromertrag bringen wird. Art der PV-Module, Anzahl, Dachneigung, Sonneneinstrahlung usw. werden berücksichtigt und am Ende kommt irgendeine Zahl ‘raus: so viel Strom wird diese Anlage im Jahr produzieren. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Denn da spielt auch noch das Wetter eine klitzekleine Rolle. Oder eine große… Dass unser Haus für eine PV-Anlage nur – um es vorsichtig auszudrücken – suboptimal geeignet ist, darauf habe ich schon mehrfach hingewiesen. Trotzdem waren wir mit dem, was uns Herr Schirrle von res an Stromertrag “prophezeit” hat, zufrieden. In unserem ersten “Stromerzeugungsjahr” konnten wir allerdings wegen ungünstiger Wetterverhältnisse das Soll nicht ganz erreichen – aber in diesem Jahr sind wir der Zeit voraus! Dieses zweite Jahr ist noch nicht zur Hälfte vorbei, aber wir liegen schon bei über 50 % der Soll-Jahresproduktion (und das trotz vernebeltem November!) – so weit waren wir im vergangenen Stromjahr erst Anfang März! So kann es gerne weitergehen.
Nur der Prophet, der Recht behält, gilt auch im eigenen Lande.

 

Wir wollen es genau wissen: Vergleichsmessungen

30. November 2011
Das Thema Gebäudedämmung ist wieder einmal in der Kritik und dies sicher teilweise zu Recht (siehe Eintrag unten). Wir wollten jetzt einmal genau wissen, wie sich unsere Innendämmung auswirkt. Dafür hat uns res ein elektronisches Thermometer zur Verfügung gestellt, um punktgenau die Oberflächentemperatur der Wände zu messen.
Verglichen haben wir mein Arbeitszimmer mit dem darüber liegenden Wohnzimmer. Beide Räume sind gleich groß, haben dieselben Fenster (Größe und Bauart) und liegen genau übereinander, d. h. besitzen dieselbe Ausrichtung (Süd-Ost).

Arbeitszimmer
Lage: Erdgeschoss, über nicht beheiztem Keller
Dämmung: innen, 8 cm Multipor Mineraldämmplatten
Heizung: res-KlimaPaneele (Wand unter den Fenstern und Decke), Vorlauftemperatur ca. 35°C

Wohnzimmer
Lage: 1. Stock, über beheiztem Arbeitszimmer
Dämmung: keine (aber bald!)
Heizung: 1 konventionelle Heizkörper (Vorlauftemperatur: ca. 44 °C ), Kachelofen
Außentemperatur: 0,8°C, Nebel, Raumtemperatur in beiden Zimmern knapp über 21°C
Die Messwerte wurden in beiden Zimmern an 7 Stellen ermittelt, eine davon an einer Innenwand, jeweils in 1,5 Metern Höhe und ein Wert auf der Fußbodenmitte

  Arbeitszimmer Wohnzimmer
Außenwände 20,3°C bis 20,5°C 16,2°C bis 17,6°C
Innenwand 21,7°C 20,9°C
Bodentemperatur 20,6°C 20,0°C

Die Dämmung wirkt sich also sehr positiv aus! Wenn man bedenkt, dass die Lufttemperatur in den Zimmern gleich ist, die res-KlimaPaneele mit deutlich niedriger Vorlauftemperatur = weniger Energie auskommen und die Wände dennoch wärmer sind als im ungedämmten Zimmer, spricht das für sich. Zwei Messpunkte belegen aber auch deutlich, dass die Strahlungswärme der KlimaPaneele einen nicht unbeträchtlichen Teil zu dem Ergebnis beiträgt: der Wert an der Innenwand liegt im Wohnzimmer (20,9°C) direkt neben dem gut geschürten Kachelofen – dennoch ist die Wand im Arbeitszimmer wärmer (21,7°C). Auch der Fußbodenmesswert ist im Arbeitszimmer mit 20,6°C um 0,6°C höher als im Wohnzimmer. Obwohl unter dem Wohnzimmer die “Heizdecke” (Deckenaufbau: KlimaPaneele, alte Putzdecke, Balkendecke mit Holzzwischenboden und Hartholz-Fußboden) meines Arbeitszimmers liegt – unter letzterem aber der ungeheizte Keller (Deckenaufbau: Betondecke mit Hartholzfußboden). Auch hier wirkt sich die Wärmestrahlung der res-Klimapaneele deutlich aus: keine kalten Füße – aber auch nicht zu warm wie bei manchen Fußbodenheizungen.